„Wir haben Agrarindustrie satt: Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Für alle!“: Für diese Überzeugung sind am Samstag rund 30 000 Menschen aus der ganzen Bundesrepublik in Berlin auf die Straße gegangen. Bei der Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz sprach auch Rudolf Bühler, Gründer und Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH). Er ist Mitinitiator und Förderer der Großdemonstration, die bereits zum vierten Mal zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin stattfindet.

 

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Bühler berichtete vom Versuch des Gen-Multi Monsanto, 2009 das Patent auf die Schwäbisch-Hällischen Landschweine zu erlangen, welche die Hohenloher Bauern vor dem Aussterben gerettet haben. Eine Demonstration vor dem europäischen Patentamt in Brüssel verhinderte damals den dreisten Übergriff, erklärte Bühler, und rief: „Es lohnt sich, für unsere Rechte zu kämpfen – gegen Patente auf Tiere und Pflanzen.“ Die Menge antwortete mit tosendem Applaus.

 

Zentrale Forderung der Veranstaltung: Keine Klientelpolitik für die Agrarindustrie, sondern eine Politik für die bäuerliche Landwirtschaft. In einer Erklärung heißt es: „Die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bäuerinnen und Bauern, Verbraucherinnen und Verbraucher, Tiere und Umwelt sind dramatisch. Die neue Bundesregierung muss jetzt handeln und für eine gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik sorgen.“

 

Vom Potsdamer Platz bewegte sich der von rund 50 Traktoren angeführte Demonstrationszug ins Regierungsviertel. Zur Abschlusskundgebung heizte beim Rock for Nature Konzert die Berliner Band Ratatöska den Demonstrierenden ein.

 

Neben der BESH unterstützen und fördern die Demonstration weitere renommierte Organisationen wie BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz), Attac, Brot für die Welt und Nabu (Naturschutzbund Deutschland) sowie Öko-Verbände (Bioland, Demeter) und Bäuerliche Organisationen wie die ABL (Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft) und der BDM (Bund Deutscher Milcherzeuger).

 

Sehen Sie die Bilder vom aktuellen Geschehen in Berlin auf www.besh.de

 

Weitere Infos unter:
www.wir-haben-es-satt.de