Gala-Abend in Stuttgart


Früher sind die Metzger aus Stuttgart nach Hohenlohe gefahren und haben dort ihre Schweine abgeholt. Das ist Geschichte – bekanntlich dürfen viele heute nicht mehr selbst schlachten. Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (geschützte geografische Angabe) aber können Fachgeschäfte aus der Stadt noch heute „direkt beim Bauern“ beziehen – bei der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH).

 

Die Hohenloher hatten Metzger und Gastronomen aus Stuttgart und Umgebung zum informativen und genussreichen Gala-Abend ins Stuttgarter Haus der Wirtschaft geladen. Nach einem Sektempfang mit Hohenloher Holunderzauber im Foyer berichtete BESH-Vorstand und Moderator Rudolf Bühler von der Rettung der alten Landrasse Schwäbisch-Hällisches Schwein und stellte die Eckpunkte der regionalen Entwicklung in Hohenlohe vor.

 

Für die Haltung der Tiere gilt: Keine Wachstumsförderer, keine Medikamente, artgerechte Haltung, Gentec-freies Futter, kurze Transportwege zur eigenen Schlachtung, die von neutralen Stellen kontrolliert wird. Eindringlich appellierte Bühler an die Metzger und Gastronomen: „Es ist wichtig, dass Sie Ihren Kunden vermitteln, welches besondere Fleisch sie bei Ihnen bekommen und welche Art der Lebensmittelproduktion sie damit fördern.“ Die Botschaft kam an: Mit kräftigem Applaus quittierten die rund 130 Gäste, darunter Ulrich Klostermann, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands der Fleischer diese Botschaft.

 

Der ehemalige Sternekoch Lothar Eiermann (Schlosshotel Friedrichsruhe) hat das Hohenloher Menü rund um die Produkte der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft komponiert: Als Vorspeise servierten die Servicekräfte Carpaccio vom Boeuf de Hohenlohe mit Urwaldpfeffer und Bio-Käse aus Geifertshofen, als  Zwischengang Siedfleisch vom Boeuf de Hohenlohe mit Meerrettich, Preiselbeeren und Bouillongemüse. Das Beste vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein bildete die Hauptspeise: Filet mit Hällischem Landschinken ummantelt, dazu Spargelgemüse und Spätzle. Zum süßen Schluss gab’s Parfait von sansibarischer Vanille und Zimt mit marinierten Erdbeeren. Das musikalische Programm gestaltete die Sopranistin Irina Sivak mit ihrem Pianisten Victor Portnoy.

 

Für Eiermann gab’s an diesem Abend im übrigen ein Wiedersehen: Sein Partner am Herd hieß Jens Koch. Der war einst Auszubildender bei Eiermann und berichtete offen: „Das war hart, Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“ Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Heute ist Koch Betriebsleiter im Haus der Wirtschaft.

 

Eine Bildergalerie des Abends finden Sie unter www.haellisch.de

 

b2ap3_thumbnail_finanziert_hinweis.png 

 


Zuletzt bearbeitet am
Bewerte diesen Beitrag:
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok