Hohenloher setzen auf Transparenz


Wie hat das Tier gelebt, dessen Fleisch ich kaufe? Wurde das Schwein artgerecht mit Platz und auf Stroh gehalten oder ist es in einem engen Stall auf Spaltenböden groß geworden? Fragen wie diese treiben immer mehr Verbraucher um. Antworten sind nicht leicht zu bekommen, denn eine verbindliche Kennzeichnung zu den Tierhaltungsbedingungen fehlt - noch.

 

Nicht nur Verbraucher wollen klare Orientierung. Auch die Mehrheit der deutschen Landwirte spricht sich für eine qualitative Kennzeichnung von Fleischprodukten aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die das Demo-Bündnis von „Wir haben es satt!“ in Auftrag gegeben hatte. 85 Prozent befürworten eine Herkunftskennzeichnung, 71 Prozent stimmen für eine Kennzeichnung der Tierhaltungsform und 75 Prozent wollen, dass erkennbar ist, wenn Gentechnik- Futtermittel im Trog war.

 

Die Baden-Württembergische Landesregierung setzt sich bei der Nutztierhaltung für  Transparenz ein. „Ein positives Beispiel ist die am Markt erfolgreich etablierte und gut verständliche Haltungskennzeichnung bei Konsumeiern. Für Fleisch gibt es bislang keine vergleichbare Kennzeichnung des Haltungssystems“, sagte Ministerialdirektor Wolfgang Reimer, Amtschef des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, kürzlich in Brüssel: „Dies wollen wir mit unserer Initiative ändern - und dazu brauchen wir die Unterstützung aller Marktbeteiligten, aber auch der Politik, der Forschung, der Tierschutzverbände und der Verbraucherorganisationen.“

 

Und so könnte die Kennzeichnung nach dem Vorschlag Baden-Württembergs aussehen:

 

0 Öko-Tierhaltung (mindestens EU-Bio)

1 mehr Platz als Nummer 2, zusätzlich Zugang ins Freie (Weide, Ausläufe)

2 mehr Platz im Stall und Strukturierung der Haltungseinrichtung

3 Einhaltung der rechtlichen Mindeststandards

 

Im Bundeslandwirtschaftsministerium scheinen die Forderungen nun auch Gehör zu finden. Christian Schmidt ließ anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin mitteilen, er lasse derzeit die Umsetzung einer einheitlichen Kennzeichnung für Tierwohl prüfen. Die Prüfung umfasse zwei Aspekte: einheitliche Standards für das Tierwohl sowie einen einheitlichen Standard bei der Kennzeichnung von Tierwohl für die Verbraucher.

 

All das leisten die Hohenloher Bauern längst: Verbraucher, die sich für Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. (EU-geschützte geografische Angabe) entscheiden, können  sicher sein, dass die strengen Erzeugerrichtlinien eingehalten wurden und die Schweine ein anständiges Leben hatten. Das garantiert das Siegel der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft, mit dem alle Schlachtkörpern gekennzeichnet sind.

 

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