Marias Ferkel wachsen heran


„Die ersten drei Wochen brauchen die Ferkel Glück“, sagt Bauer Uli Reichert, der die Schwäbisch-Hällischen Landschweine im Freilandmuseum Wackershofen betreut. Eines von Marias acht Ferkeln hatte kein Glück: An einem Morgen lag es plötzlich tot im Stall. „Traurig, ausgerechnet das größte und schönste hat es erwischt.“ Reichert vermutet, dass die Sau – sie wiegt immerhin rund 250 Kilogramm – aus Versehen das Kleine erdrückt hat.

 

Und das, obwohl Maria eine typisch Schwäbisch-Hällische Herdbuchsau ist. „Sie ist sehr mütterlich und passt gut auf ihre Ferkel auf.“ Uli Reichert macht die Probe aufs Exempel und stellt sich ans Gatter, um eines der Ferkel kurz für ein Foto herauszunehmen. Schützend stellt sich die Sau vor ihre Kinder, obwohl sie den Bauern gut kennt und sich gerne von ihm kraulen lässt.

 

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Reichert lacht: „Sie merkt, dass was im Busch ist.“ Doch ehe Maria sich versehen kann, schnappt er sich eines der Ferkel. Kaum hat er es im Arm, beginnt das Tier ohrenbetäubend zu quieken. „Das ist eine natürliche Alarmanlage“, erklärt Reichert – Achtung, ich fühle mich eingeengt. Auf diese Weise warnen die Ferkel die Sau, wenn sie sich auf sie legt.

Der Bauer setzt den Schreihals zurück in den Stall und streichelt die Muttersau, die sich auch sofort beruhigt und wieder dem Fressen zuwendet. Maria bekommt einen Mix aus Getreide, genfreiem Soja und Mineralfutter. Der beginnt bereits einigen der noch nicht mal drei Wochen alten Kleinen zu schmecken, die nach und nach von der Muttermilch auf feste Nahrung umgestellt werden.

 

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Der Kinderkram interessiert den Schwäbisch-Hällischen Eber im Nachbarstall nicht die Bohne. Otto, der Vater von Marias Ferkeln, ist hereingekommen, um tüchtig zu futtern. Und überhaupt ist er längst wieder auf Freiersfüßen: Der Eber ist mit den Schwäbisch-Hällischen Sauen Waltraud und Paula „auf der Liebesweide“, sagt Reichert grinsend. Der Zyklus einer geschlechtsreifen Sau dauert 21 Tage, daher lässt er die drei Hübschen sechs oder sieben Wochen lang zusammen. Bald werden wir erfahren, ob Waltraud und Paula wieder Nachwuchs erwarten. Es ist anzunehmen, denn Schwäbisch-Hällische sind sehr fruchtbar.

 

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