Schwein gehabt!


Willkommen auf der Schweineweide hoch über dem idyllischen Bühlertal! Hier leben seit Ende Mai 35 Schwäbisch-Hällische ganz so, wie es ihrem Naturell entspricht. Ein Silo versorgt die Tiere mit Futter und Wasser, auf der rund 2,5 Hektar großen Weide spenden Bäume und Holzhütten Schatten.

 

b2ap3_thumbnail_blog_ggA_folge8_Schweineweide-ueber-dem-Buehlertal.jpg

Die Schweineweide über dem Bühlertal. Bild: haellisch.de

 

b2ap3_thumbnail_blog_ggA_folge8_Die-schweine-typische-Neugier-siegt.jpg

Die schweine typische Neugier siegt. Bild: haellisch.de

 

Die Ankunft der Besucher irritiert zunächst: In gestrecktem Galopp flüchten sich die überraschend wendigen Tiere, die sich zuvor im Schatten des Silos aufgehalten haben, in Richtung Weide. Dort tollen die Schwäbisch-Hällischen ausgelassen herum und erkunden ihr Reich. Doch die schweine-typische Neugierde siegt. Nach und nach kommen einige Tiere ans Gatter, strecken ihre glänzenden Rüssel durch die Metallstäbe und lassen sich von den Menschen sogar kraulen.

 

b2ap3_thumbnail_blog_ggA_folge8_Am-Silo-gibt-es-Futter-und-Wasser-fuer-die-Tiere.jpg

Am Silo gibt es Futter und Wasser für die Tiere. Bild: haellisch.de

 

Die Weidehaltung von Schweinen war bis in die 1950er Jahre auf den Hohenloher Bauernhöfen Tradition. Die alte Landrasse ist für das Leben im Freien wie geschaffen. Hier können sich die Tiere zum Beispiel nach Herzenslust suhlen. Aus gutem Grund: Damit betreiben sie Körperpflege und schützen sich vor Parasiten. Der weiche Erdboden eignet sich auch ideal dafür, mit dem Rüssel nach Nahrung zu wühlen. Heu, Klee, Wurzeln sowie viele Wildpflanzen sind ganz nach dem Geschmack der Schwäbisch-Hällischen. Hier bin ich Schwein, hier darf ich’s sein.

 

Was manche überraschen mag: Die Weidehaltung von Schweinen trägt sogar zum Naturschutz bei. Einer 2003 erschienenen Dissertation der Universität Regensburg zufolge führt die Beweidung durch Schweine „zu einer Reduktion etablierter, dominanter und konkurrenzkräftiger (Pflanzen-)Arten und ermöglicht die Etablierung konkurrenzschwacher Arten“. Verfasser Klaus Rüdiger Neugebauer folgert: „Dies ist eine Chance für gefährdete Arten der heutigen Kulturlandschaft.“

 

b2ap3_thumbnail_finanziert_hinweis.png


Zuletzt bearbeitet am
Bewerte diesen Beitrag:
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok