Wertschätzung für die Bauern


Mit tausenden Traktoren demonstrieren Landwirte in dieser Woche in Berlin und legen den Verkehr lahm. Einen Tag lang beschäftigt sich die Öffentlichkeit mit der Situation der Landwirtschaft in Deutschland. Das Interesse wird nicht von Dauer sein – und das ist schade. 

 

„Ich bettle nicht um Anerkennung, aber ich will Wertschätzung für unsere Arbeit und das, was damit zusammenhängt.“ Markus Ehrmann bringt mit diesem Satz das Dilemma auf den Punkt. Der promovierte Landwirt aus Herbertshausen züchtet und mästet Schwäbisch-Hällische Schweine und gewinnt Samen für einen Hohenloher Wildsamenvermehrer. Er sagt: „Mit unseren Produkten kann sich jeder Mensch gut und ausreichend ernähren, und nahezu jeder kann sie sich leisten.“

 

Tatsache ist: Die Landwirtschaft in Deutschland versorgt die Verbraucher nicht nur mit hochwertigen und erschwinglichen Lebensmitteln, sie sichert in der Ernährungswirtschaft auch Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Gute Landwirtschaft setzt sich ein für den Erhalt der Lebens- und Kulturlandschaft, sichert sauberes Wasser und Artenvielfalt. Wer wenn nicht die Landwirte selbst hat Interesse an einer intakten Natur. „Rund 110 000 landwirtschaftliche Betriebe beteiligen sich zum Beispiel an Agrarumweltmaßnahmen“, betonte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bei ihrer Rede vor den demonstrierenden Landwirten in Berlin.

 

Dennoch ist eine zunehmende Entfremdung der Bevölkerung von der Landwirtschaft zu beobachten. Die Bauern sehen sich einer permanenten, oft polarisierenden Debatte über ihren Berufsstand in der Öffentlichkeit ausgesetzt. Vor allem die konventionelle Landwirtschaft steckt in einer Vertrauenskrise. Bauern-Bashing in den sozialen Medien ist zu einem Volkssport geworden. Kein Wunder, dass sich bei den Landwirten viel Frust aufgestaut hat.

 

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Die Bauern selbst haben freilich auch Schuld daran. Statt offensiv auf Verbraucher zuzugehen, haben sich viele hinter ihren Hoftoren verschanzt. Doch miteinander reden ist Grundvoraussetzung für Wertschätzung und gesellschaftliche Akzeptanz. In unserem Blog rund um das Schwäbisch-Hällische Schwein und unsere Landwirtschaft in Hohenlohe lassen wir unsere Bauern zu Wort kommen und nehmen den Dialog mit den Verbrauchern auf.

 

Hier kann ich mit gutem Gewissen ab und zu auch Fleisch essen.
Gisela Maria Thibaut

 

Denn kritische Verbraucher wollen wissen, was sie essen und wie ihre Lebensmittel entstehen. Transparenz insbesondere im Bereich Tierwohl – etwa größeres Platzangebot und Stroheinstreu bei der Erzeugung von Schwäbisch-Hällischem Qualitätsschweinefleisch g.g.A. - erlaubt den Hohenloher Landwirten, für das hochwertige Lebensmittel auch einen höheren Preis zu verlangen. „Hier kann ich mit gutem Gewissen ab und zu auch Fleisch essen“, schreibt Gisela Maria Thibaut auf unserer Facebook-Seite. Ein schönes Lob!

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